Mineralwolle
| Wärmedämmwirkung: | |
| Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ ≈ 0.04 W/mK | |
| Sommerlicher Hitzeschutz: | |
| Wärmespeicherfähigkeit S ≈ 16 kJ/cbmK | |
| Wasserdampfdurchlässigkeit: | hoch |
| Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ ≈ 1 - 2 | |
| Wärmekapazität: 830 J/kgK | |
| Rohdichte: 20 kg/cbm | |
Glaswolle und Steinwolle gehören zu den billigsten Dämmstoffen überhaupt und sind deshalb weit verbreitet. Der guten Dämmwirkung steht jedoch ein weit weniger guter sommerlicher Hitzeschutz gegenüber. Und der ist offensichtlich so miserabel, dass sich kaum ein Hersteller traut, entsprechende Fakten auf seiner Webseite zu präsentieren.
Maßgebend für den sommerlichen Hitzeschutz ist die Wärmespeicherfähigkeit, d.h. das Speichervermögen pro Kubikmeter Dämmstoff. Dieser Wert ist das Produkt der bekannten Wärmekapazität und der Dichte des Materials. Letztere variiert von Produkt zu Produkt, den genauen Wert erfährt man oft nur per direkter Nachfrage. Eine stichprobenhafte Messung an einem Paket mit 50mm starken Glaswollematten (WLG040) ergab eine Dichte von nur 15kg/m3!
Mineralwolle ist außerdem feuchtigkeitsempfindlich. Bereits ein geringer Feuchtigkeitseintrag vermindert die Dämmwirkung erheblich. Wird Mineralwolle so nass, dass die Fasern aneinander kleben, hilft wohl nur noch ein Austausch der Dämmung.
Da Mineralwolle keine Feuchtigkeit speichern und transportieren kann, ist sie für die Dämmung eines Fachwerkhauses ungeeignet. Hier empfehlen sich Dämmstoffe aus natürlichen Materialien, allen voran Holzfaserdämmplatten.
Inzwischen enthalten die zugelassenen Dämmstoffe keine lungengängigen Fasern mehr. Bei der Verarbeitung entsteht trotzdem reizender Staub, gegen den man sich besser mit einer Feinstaubmaske schützt.
Lieferformen: Dämmmatten als Platten und Rollen sowie Stopfwolle.
Quellen
Hinweis
Die angegebenen Zahlenwerte stellen in der Regel Mittelwerte dar und können im Einzelfall erheblich von den tatsächlichen Werten abweichen.