Innendämmung
Was Sie über Innendämmungen wissen sollten
15.4.2011Bei einer Innendämmung ist Tauwasser praktisch nicht zu vermeiden. So kommen Sie trotzdem zu einer funktionierenden und dauerhaften Dämmung.
Die folgenden 8 Punkte sollten bei der Planung einer Innendämmung beachtet werden:
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Flankendiffusion – Feuchtigkeit trotz Dampfsperre
13.3.2011Dampfsperren wie z.B. Alufolie lösen theoretisch fast jedes Tauwasserproblem. Die Praxis sieht aber leider anders aus. Eine der Ursachen für Feuchtigkeit trotz Dampfsperre ist die sogenannte Flankendiffusion.
Von Flankendiffusion spricht man, wenn Wasserdampf durch ein angrenzendes Bauteil wie z.B. eine Innenwand hinter die Dampfsperre gelangt. Folgende Abbildung veranschaulicht den Effekt:

Flankendiffusion am Beispiel einer Innendämmung mit Dampfsperre: Durch die angrenzende Innenwand diffundiert eine geringe Menge Wasserdampf hinter die Dampfsperre (gestrichelte Linie).
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Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten und Lehm: Tauwasser!?
4.7.2010Von vielen Experten wird für die Innendämmung von Altbauten und Fachwerkhäusern die Kombination Holzfaserdämmplatten + Lehm empfohlen. Laut U-Wert-Rechner ist der Feuchteschutz hier aber katastrophal. Warum?
In Kürze: Bei einer Innendämmung muss praktisch immer mit Tauwasser gerechnet werden. Wenn sich das Tauwasser aber nicht vermeiden lässt, sollte es wenigsten 1) gefahrlos von der Dämmung aufgenommen werden und 2) möglichst schnell wieder trocknen. Genau dies möchte man mit den genannten Materialien erreichen. Es wird also Tauwasser entstehen, tatsächlich aber weniger, als der U-Wert-Rechner glaubt.
Warum? Die Hintergründe:
Idealerweise sollte in einem Bauteil niemals Tauwasser entstehen. Um das zu erreichen, muss die Warmseite der Dämmung wesentlich diffusionsdichter sein, als die Kaltseite. Zur Erinnerung: Wasserdampf diffundiert in der Heizperiode von innen nach außen, deshalb muss die Dichtebene immer auf der Innenseite liegen.
Innendämmung von Fachwerk
21.5.2010Eine Innendämmung ist im Vergleich zur Außendämmung immer die bauphysikalisch schlechtere Lösung:
- Tauwasser auf der Innenseite der Fachwerkwand lässt sich praktisch nicht vermeiden, weil die Taupunkttemperatur im Fachwerk -wegen der Innendämmung- sehr niedrig liegt. Damit sind die Anforderungen an die Dämmung schon weitgehend festgelegt: Sie muss das anfallende Tauwasser schadlos aufnehmen können und die Fachwerkwand so trocken wie möglich halten.
- Alle Wand- und Deckenanschlüsse stellen Wärmebrücken dar, weil sie die Innendämmung durchbrechen.
- Die Fachwerkkonstruktion ist oftmals ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Weil der Großteil der Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen in der Dämmung abfällt, ist das Fachwerk nur wenig wärmer als die Außenluft. Es trocknet deshalb langsamer als ohne Dämmung und die Holzfeuchte ist insgesamt höher.
- Obwohl die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) Fachwerkwände gesondert berücksichtigt, sollte nicht um jeden Preis versucht werden, diese Grenzwerte einzuhalten. Die Erhaltung der Bausubstanz muss Vorrang vor einem minimalen Wärmeverlust haben. In der Regel können Sie sich aus diesem Grund von der EnEV befreien lassen (bei Baudenkmälern kein Problem) und bewusst eine geringere Dämmstärke wählen.