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Bauphysik

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Geringe Luftfeuchtigkeit bei Minusgraden?

11.7.2010

Im U-Wert-Rechner ist für die Außenluft -12°C und eine Luftfeuchtigkeit von 80% voreingestellt. Soweit ich weiß ist die Luftfeuchtigkeit bei Minusgraden gering (sie gefriert und fällt als Raureif runter). Mache ich einen Fehler, wenn ich annehme, dass bei -12°C 80% nicht möglich sind und in den Rechner sagen wir 40% Luftfeuchtigkeit einsetze?
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Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten und Lehm: Tauwasser!?

4.7.2010

Von vielen Experten wird für die Innendämmung von Altbauten und Fachwerkhäusern die Kombination Holzfaserdämmplatten + Lehm empfohlen. Laut U-Wert-Rechner ist der Feuchteschutz hier aber katastrophal. Warum?

In Kürze: Bei einer Innendämmung muss praktisch immer mit Tauwasser gerechnet werden. Wenn sich das Tauwasser aber nicht vermeiden lässt, sollte es wenigsten 1) gefahrlos von der Dämmung aufgenommen werden und 2) möglichst schnell wieder trocknen. Genau dies möchte man mit den genannten Materialien erreichen. Es wird also Tauwasser entstehen, tatsächlich aber weniger, als der U-Wert-Rechner glaubt.

Warum? Die Hintergründe:

Idealerweise sollte in einem Bauteil niemals Tauwasser entstehen. Um das zu erreichen, muss die Warmseite der Dämmung wesentlich diffusionsdichter sein, als die Kaltseite. Zur Erinnerung: Wasserdampf diffundiert in der Heizperiode von innen nach außen, deshalb muss die Dichtebene immer auf der Innenseite liegen.

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Dampfbremse oder Unterdeckbahn?

20.6.2010

Immer wieder werde ich gefragt, warum die Tauwassermenge bei einem gerade berechneten Bauteil so hoch ist. Nicht selten stellt sich dabei heraus, dass Dampfbremse und Unterdeckbahn verwechselt oder falsch platziert wurden.

Dampfbremse

Eine Dampfbremse soll das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung verhindern. In der relevanten, kalten Jahreszeit diffundiert Feuchtigkeit von der Raumluft durch das Bauteil nach außen. Deshalb muss die Dampfbremse auf der Innenseite des Bauteils angeordnet werden. Damit der Dampf wirkungsvoll “gebremst” werden kann, muss die Dampfbremse einen hohen Dampfdiffusionswiderstand (μ) bzw. sd-Wert haben. Der sd-Wert gebräuchlicher Dampfbremsen liegt im Bereich von einigen Metern.

Unterdeckbahn, Fassadenbahn

Aufgabe dieser Textilien ist es, die Dämmung vor Regenwasser, Flugschnee, Wind und auch Ungeziefern zu schützen. Unterdeck- und Fassadenbahnen befinden sich deshalb immer auf der Außenseite der Dämmung; normalerweise zwischen Dämmung und Hinterlüftungsebene. Damit sich im Dämmmaterial unter diesen Bahnen keine Feuchtigkeit staut (Erinnerung: Dampf diffundiert von innen nach außen) müssen Unterdeck- und Fassadenbahnen möglichst diffusionsoffen sein, also einen geringen Dampfdiffusionswiderstand (μ) bzw. sd-Wert haben. Die sd-Werte dieser Bahnen reichen hinab bis auf wenige Zentimeter.

U-Wert-Berechnung für altes Baumaterial: reine Glücksache?

13.6.2010

Die Wärmeleitfähigkeiten alter Baustoffe sind selten exakt bekannt. Ist die U-Wert-Berechnung eines historischen Bauteils dann nicht reine Glücksache?

Tatsächlich ist es schwierig, einen exakten U-Wert für ein altes, ungedämmtes Bauteil zu berechnen. In Zeiten, in denen es noch keine Baustoff-Normen gab, hängt die Wärmeleitfähigkeit stark vom verwendeten Ausgangsmaterial ab. Für Ziegel aus den 1920er Jahren berichtet die Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel [1] z.B. von Wärmeleitfähigkeiten zwischen 0,6 und 1,1 W/m²K – dazwischen liegt fast ein Faktor zwei.

Anders sieht es aus, wenn das Bauteil gedämmt werden soll: Wenn die von der EnEV geforderten U-Werte eingehalten werden müssen, ist der Beitrag der historischen Bausubstanz zur gesamten Dämmung meist relativ klein. Bei einer 36cm starken Vollziegelwand, die nach EnEV nachträglich gedämmt wird (U<0,24W/m²K), tragen die Ziegel nur 10% zum U-Wert des gesamten Bauteils bei.

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Kerndämmung: Feuchteschutz?

21.5.2010

Frage:Wenn ich ein zweischaliges Mauerwerk mit 4 cm Zwischenraum mit Perlite fülle, habe ich eine Kerndämmung. Mit einer Außenschale von 11,5 cm Vollklinker liegt der Taupunkt auf der Innenseite und der Feuchteschutz ist mangelhaft. Heißt das, besser den Hohlraum nicht dämmen, oder stimmt mit der Berechnung etwas nicht?

Antwort:Die Tauwasserproblematik bei zweischaligem Mauerwerk ist bekannt. Ich gehe nicht von einem Rechenfehler aus.

Vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik gibt es dazu ein informatives Merkblatt:
http://www.hoki.ibp.fraunhofer.de/ibp/publikationen/fachzeitschriften/zweisch-mauerwerk.pdf

Wenn Kerndämmung, dann nur mit “dauerhaft wasserabweisenden Dämmstoffen”. Außerdem müssen Entwässerungsöffnungen am Fuss des Mauerwerks vorhanden sein, durch die Tauwasser (siehe Kommentare) der Feuchtigkeitseintrag von Schlagregen, der an der Innenseite der Außenschale herabläuft, abgeleitet werden kann. Letzteres gilt aber auch für den ungedämmten Luftspalt.

Außendämmung mit Multipor

21.5.2010

Frage: Bei einer Konstuktion aus 25cm Porenbeton + 5cm Mineraldämmplatte habe ich laut U-Wertrechner keine Tauwasserprobleme. Bringe ich jedoch auf die Mineraldämmplatte eine Putzlage auf, dann ist diese tauwassergefährdet. Woher kommt auf einmal dieses Tauwasser?

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Wo kann ich mehr über den Rechenweg erfahren?

21.5.2010

Hier für den U-Wert und hier für den Feuchteschutz.

Wärmespeicherfähigkeit

21.5.2010

Was verbirgt sich hinter der Wärmespeicherfähigkeit, die im Tabreiter “Hitzeschutz” angegeben wird? Bei einer Verdoppelung der Wandstärke erhöht sich die Wärmespeicherfähigkeit auf mehr als das Doppelte. Warum?

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Innendämmung von Fachwerk

21.5.2010

Eine Innendämmung ist im Vergleich zur Außendämmung immer die bauphysikalisch schlechtere Lösung:

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Außendämmung auf Fachwerk

21.5.2010

Wie bei jeder anderen Dämmung auch, sollte die Bildung von Tauwasser vermieden werden. Bei Fachwerkwänden muss aber in besonderem Maße damit gerechnet werden, dass der Feuchtigkeitseintrag größer als erwartet ist, und dass Tauwasser trotz aller Vorkehrungen anfällt. In diesem Fall muss die Feuchtigkeit von den Balken ferngehalten werden und so schnell wie möglich verdunsten können.

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